5 Dinge für das richtige Maß an Nähe und Distanz

„Sympathische Distanz: Jemanden entgegenkommen, ohne ihm nahezutreten.“ Rupert Schützbach

Wenn Sie beruflich oder privat den Zug nutzen, kennen Sie die Situation sicherlich. Schon beim Einsteigen vergessen manche Menschen ihre gute Erziehung. Die Ellenbogen werden ausgefahren, nur um als Erste/er in den Zug zu steigen. Sie setzen sich in eine freie Sitzreihe. Ein anderer Reisende setzt sich auf den freien Platz neben Ihnen. Kaum hat Ihr Sitznachbar/in den Platz eingenommen, packt er/sie eine Zeitung aus. Stützt die Arme wie selbstverständlich auf die Armlehnen und entfaltet die Zeitung in voller Größe auch vor Ihren Augen aus. Da steigt es hoch, dieses unangenehme Gefühl von Enge und Anspannung. Sympathisch ist Ihnen der Mann/die Frau schlagartig nicht mehr.

Menschen, die taktvoll auf andere zugehen, haben ein feines Gespür für Situationen und Menschen. Sie nutzen einfache Regeln.

Der Amerikaner Edward T. Hall beschäftigte sich mit der nonverbalen Kommunikation im Zusammenhang mit der Nutzung des Raumes. Welchen Raum brauchen Menschen zu anderen, um sich wohl zu fühlen und wie beeinflusst dieses Bedürfnis den Umgang miteinander. Er definierte er vier Distanzzonen.

ca. > 3,6 m Öffentliche Zone z.B. auf der Straße, im Park
ca. 1,2-3,6 m Soziale Zone z.B. Bekannte, Verkäuferin
ca. 0,45-1,2 m Persönliche Zone z.B. Freunde, Kollegen
ca. 45 cm Intime Zone z.B. Partner, Kinder

Die Kunst besteht darin, ein Gespür für den angemessenen Abstand zu Ihrem Gegenüber zu entwickeln.

Sie drücken damit Ihren Respekt aus und schaffen die Basis für eine angenehme Gesprächsatmosphäre.

5 Dinge, die Ihnen helfen das richtige Maß an Nähe und Distanz zu finden:

  • Beachten Sie die individuellen Distanzbedürfnisse Ihrer Mitmenschen

Ein angenehmes Miteinander kann schon dadurch entstehen, wenn man den persönlichen Bereich des Einzelnen respektiert. Damit geben Sie allen die Chance sich wohlzufühlen.

  • Stellen Sie zur Kontaktaufnahme immer Blickkontakt her.

Blickkontakt öffnet Türen. Nutzen Sie dieses einfache Mittel und schenken Sicherheit. Zum Beispiel indem Sie vermeiden, jemanden von der Seite oder von hinten anzusprechen.

  • Halten Sie angemessenen Blickkontakt

Für einen souveränen Auftritt ist die Balance wichtig. Anstarren ist unhöflich und unangenehm. Blicken ausweichen zeugt von wenig Selbstvertrauen und Unsicherheit.

  • Lesen Sie die Körpersprache Ihres gegenüber und passen Sie ihr Verhalten entsprechend an

Mit der Körpersprache gibt jeder von uns nonverbale Signale. Wer die Signale richtig deutet und sich darauf einstellt, bietet die Grundlage für ein angenehmes Miteinander.

  • Denken Sie daran andere Länder andere Sitten

Die Distanzzonen können sich verschieben z.B. In Asien. Daher ist es ratsam sich mit den Sitten und Gebräuchen im Vorfeld zu beschäftigen, um niemanden vor den Kopf zu stoßen.

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